Kurzzusammenfassung des Jahresberichts 2025

Hier findest du einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse unseres Jahresberichts Schlaglichter 2025.

30.06.2026

1057 Vorfälle hat HiNT 2025 erfasst.

Abbildung 1 Anteile der Motive an den Vorfällen 2025, Angaben in Prozent

Hinweis:  Die Summe der Anteile der einzelnen Motive ist größer als 100 %, da pro Vorfall bis zu drei Motive erhoben werden.

Im Jahr 2025 erfasste HiNT damit:

  • 508 rassistische Vorfälle (siehe Kapitel 5)
  • 195 antisemitische Vorfälle (siehe Kapitel 6)
  • 130 Vorfälle, die sich gegen Frauen und LGBTIQ*-Personen richteten (siehe Kapitel 8)
  • 7 Vorfälle, die sich gegen arme, arbeitslose, obdachlose, behinderte und kranke Personen richteten (siehe Kapitel 8)
  • 108 Vorfälle, die sich gegen politische Gegner:innen richteten (siehe Kapitel 8)
  • 225 Vorfälle, in denen rechte Propaganda verbreitet wurde (siehe Kapitel 7)

Die Zahlen sind nicht repräsentativ. Wir gehen von einer hohen Unterfassung und einem großen Dunkelfeld aus. Gerade der geringe Anteil von Vorfällen gegen arme, arbeitslose, obdachlose, behinderte und kranke Personen bedeutet nicht, dass sich solche Vorfälle nicht ereignen. Die Zahl zeigt nur, dass wir viele Vorfälle nicht erfassen. Näheres zu den Gründen der Untererfassung in den themenspezifischen Kapiteln des Berichts.

Da HiNT erst seit 2025 rassistische, antisemitische und rechte Vorfälle erhebt, können die Zahlen NICHT mit den Vorjahren verglichen werden.

Abbildung 2 Anteile der Vorfallsarten an den Vorfällen 2025

48,2 % der rechten und menschenfeindlichen Äußerungen waren Aussagen mit rassistischen, antisemitischen und/oder rechten Inhalten. In 23,7 % der Fälle ging es um das Tragen, Zeigen oder Posten von rechten Symbolen, Gesten oder Codes.

70,5 % der körperlichen Übergriffe waren leicht (geringfügige Verletzungen), 27,3 % mittelschwer (erhöhte Gefährdung).

78,8 % der Sachbeschädigungen waren Graffiti, Schmierereien und Einritzungen. 20 % waren einfache Sachbeschädigungen (ohne Gefährdung von Personen).

Besonders auffällig: In drei Vierteln aller körperlichen Übergriffe aus rassistischen Motiven wurden zusätzlich Beleidigungen, Bedrohungen oder andere rassistische Aussagen dokumentiert:

„Aus Worten werden Taten. Betroffene von Rassismus wissen, dass jeder verbale Angriff das Potenzial hat, in körperliche Gewalt umzuschlagen. Eine abwehrende oder widersprechende Reaktion auf verbale Angriffe kann eine Eskalation nach sich ziehen. Gegenwehr ist für Betroffene von Rassismus daher oft gefährlich.“

Projektleiterin HiNT

Die häufigsten Sozialräume, in denen sich 2025 erfasste Vorfälle ereigneten, sind:

  • 45,1 % öffentliche Straßenverkehrsräume und Grünanlagen
  • 18,4 % Verkehrsstationen und öffentliche Verkehrsmittel
  • 11,2 % öffentliche Gebäude

Den vollständigen Jahresbericht mit detaillierten Einblicken und Analysen findest du hier.

Die Zusammenfassung der Erkenntnisse findest du als PDF-Version nachfolgend zum Download.

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